Die Geschichte des Semperbaus
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Flut
>Semper
Ende des 16. Jahrhunderts war die kursächsische Staatskapelle, in der teilweise auch schon Opern aufgeführt wurden, nicht mehr repräsentativ und groß genug. Größere Aufführungen und Feste fanden im Freien vor der Holzfassade des Zwingers statt.
Im Jahre 1755 wurde ein weiteres Theater in Dresden fertig gestellt. Um es vom Opernhaus abzugrenzen, bekam es den Namen „kleines Hoftheater“. Im kleinen Hoftheater wurde u. a. Mozarts „Entführung aus dem Serail“ aufgeführt, Carl Maria von Weber wurde 1817 Kapellmeister und blieb es bis an sein Lebensende. Auch Richard Wagner verwirklichte viele seiner Werke in Dresden.
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Die erste Semperoper
1838 begann Gottfried Semper dann mit dem Bau des „Ersten Königlichen Hoftheaters“. Der Rundbau in den Formen der italienischen Frührenaissance wurde als eines der schönsten europäischen Theater berühmt.
Gottfried Semper und Richard Wagner mussten 1849 durch ihre Beteiligung an den Maiaufständen fliehen und durften viele Jahre lang sächsischen Boden nicht mehr betreten (Semper schuf in dieser Zeit im Ausland z. B. das Wiener Burgtheater).
Die zweite Semperoper
Nach der Zerstörung der ersten Semperoper 1869 durch einen Brand wurde
bereits 1871 mit dem Bau des Zweiten Königlichen Hoftheaters begonnen.
Während der Bauarbeiten durfte Gottfried Semper immer noch nicht nach
Sachsen zurückkehren. Auf Bitten der Dresdner Bevölkerung entwarf
er den Bau deshalb aus der Ferne und übertrug die Leitung der Bauarbeiten
an seinen Sohn Manfred.
Sieben Jahre nach Baubeginn wurde die Oper mit der Aufführung von Webers "Jubelouvertüre" und Goethes "Iphigenie auf Tauris" eingeweiht. Die neue Oper war bei weitem größer als die abgebrannte alte Oper und war weiter nach hinten verlagert worden, um mehr Raum für den Theaterplatz zu gewinnen.
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Die neue Oper war ein Bau der italienischen Hochrenaissance und passte damit zum erst kurz zuvor eröffneten Semperbau am Zwinger.
Bis zur kriegsbedingten Schließung der Semperoper am 31.08.1944 fanden in dieser „Zweiten“ Semperoper 51 Ur- und 120 Erstaufführungen statt.
Am
13.02.1945 wurde die Stadt Dresden bei Bombenangriffen zerstört. Auch
die Semperoper wurde davon schwer betroffen. Es exisitierten nur noch die
Außenmauern und einige Skulpturen.
Im Gegensatz zu vielen anderen historischen Gebäuden Dresdens gingen
die Ruinen jedoch nicht bei den Aufräumarbeiten verloren. Bereits 1952
wurde die Außenfassade der Semperoper gesichert und damit ein späterer
Aufbau ermöglicht.
Die dritte Semperoper
1977 wurde dann der Grundstein für die neue „Dritte“ Semperoper
gelegt. Sie wurde weitgehend originalgetreu rekonstruiert. Um den veränderten
Anforderungen an moderne Bühnen gerecht zu werden, nahm man allerdings
kleinere Änderungen vor. So wurde die Anzahl der Sitzplätze auf
1.300 reduziert und das Bühnenhaus verbreitert.
Für bessere Sichtverhältnisse verzichtete man beim Wiederaufbau
auch auf die Unterteilung des Zuschauerraums in einzelne abgeschlossene Logen.
Drei moderne Anbauten an der Semperoper beherbergen die Probebühnen, Garderoben, Verwaltungsräume und ein Restaurant.
Am 13.02.1985 wurde mit der Aufführung von Webers „Freischütz“ die dritte Semperoper eröffnet.
Die Flut
Leider wurde die Semperoper im August 2002 schwer durch die „Jahrhundertflut“ beschädigt. Elbwasser drang bis zu 8 Meter hoch in die Semperoper ein. Die Kellergeschosse und Treppenhäuser wurden teilweise schwer beschädigt. Auch die Technik der Semperoper wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Gottfried Semper 1803 – 1879
Gottfried Semper stammte aus einer wohlhabenden Hamburger Familie. Er studierte Architektur und Kunsttheorie.
In der Zeit von 1834 – 1849 lebte er in Dresden und baute dort u. a. das erste königliche Hoftheater (Semperoper), die Gemäldegalerie (Sempergalerie) und die Dresdner Synagoge. Wegen seiner Teilnahme an den Maiaufständen 1849 musste er ins Ausland fliehen und war danach in Zürich, Paris, London und Wien tätig.
Er starb am 15.05.1879 in Rom.






